Kittenfibel

Ein schönes Katzenleben

Bevor Euch das Kätzchen erzählt, worum es hier zur Einführung und Integration in Euer Familienleben im Einzelnen geht, hier eine Einkaufsliste für die zwingende Erstausstattung:

  • Mindestens 2, besser 3-4 Näpfe (Reserve, Reinigung!) für Futter und Wasser
  • Katzentoilette und Katzenstreu (für eine Katze zwei Toiletten, ansonsten Anzahl der Katzen im Haushalt plus mind. 1 zusätzliche Toilette), Spezialschaufel zum Reinigen
  • Decke/Kissen/Bett/Liege/Körbchen für einen gemütlichen Schlaf- und Ruheplatz
  • Spielzeug
  • Transportbehälter (je Katze ein eigener)
  • GranataPet Katzenkost vom Feinsten (Nassfutter, Trockenfutter, Leckerli)
  • Kratzbrett, Kratz- und Kletterbaum, gerne mit Höhlen und Versteckmöglichkeiten
  • Katzengras
  • Zeckenzange (für Freigänger)
  • Kamm/Bürste/Fellpflegeausrüstung
  • ggf. Katzenklappe/Katzentür
  • Sach- und Fachliteratur

Hallo, ich bin Euer neues Kätzchen oder Katerchen. "Süüüüüüüüüß", ja, das habe ich oft gehört und mir war schnell klar, dass damit meine Wurfgeschwister und ich gemeint sein mussten. Bis vor kurzer Zeit hing ich sozusagen noch an den Zitzen meiner Mama (okay, ein wenig von ihrem guten Granata-Futter habe ich schon gelegentlich naschen können, immerhin habe ich schon kleine spitze Milchzähnchen) und muss nun gar nicht mehr gesäugt werden. Und dann überschlugen sich die Ereignisse: in meinem ersten eigenen Transportbehältnis bin ich doch glatt hier bei Dir/Euch in meinem neuen Revier gelandet. Jetzt erst mal verschnaufen und dann umschauen. He, macht bloß das gekippte Fenster zu, das ist eine üble Katzenfalle, da habe ich schon ganz wilde Stories gehört in meinem jungen Leben. Deswegen erzähle ich Euch gleich mal, was besonders wichtig ist für unser künftiges gedeihliches Zusammenleben.

 

Ernährung

Egal ob als trockene oder nasse Verwöhn-Kost, den feinen Geschmack von Granata-Pet-Erzeugnissen für Katzen habe ich schon mit der Muttermilch eingesaugt. Denn meine Katzenmami hat das auch schon bekommen und ihre Milch schmeckt ein wenig danach, das ist wirklich so! Und probiert habe ich auch schon ordentlich davon und nun wünsche ich mir, dass Du dabei bleibst, die Auswahl ist groß und kann immer schön passend für mich ausgewählt und komponiert bzw. kombiniert werden.

Die Futtergefäße füllt Ihr mir dann bitte nach jeweiliger Anweisung, idealerweise verteilt Ihr meine Tagesration auf mindestens 3-4 Portionen, solange ich noch ganz klein bin. Nach ein paar Wochen könnt Ihr schon auf zweimal Füttern am Tag umstellen.

Dazu wünsche ich mir einen Napf für Wasser (sooooo frisch muss das gar nicht immer sein, ich mags ganz gern leicht "abgestanden" und in Raumtemperatur), einmal am Tag erneuern genügt. Und zwei Näpfe für feste Kost (einer wird benutzt, der andere wird gereinigt. Oder eben einen für Grundfutter und einen für Leckerli), also geeignete standfeste Näpfe kann man eigentlich nie genug haben. Und für uns Stubentiger ist es ganz wichtig, dass der Wassernapf mindestens zwei Meter weit vom Futternapf aufgestellt ist oder sich sogar in einem anderen Raum als die Futternäpfe befindet, denn eigentlich mögen wir nicht direkt dort saufen, wo wir fressen. Und nicht wundern, wir Katzen nehmen trotz noch so schöner und ideal platzierter Trinknäpfe gerne an den unmöglichsten Stellen Wasser auf, das ist ganz normal: Tropfen an einer Scheibe oder an (hoffentlich nicht giftigen!) Zimmerpflanzen, wir saufen aus Blumentopfuntersetzern oder Aquarien oder tropfenden Wasserhähnen, aus Pfützen und sogar aus Toiletten (wenn Ihr das eklig findet: bitte immer den Deckel runterklappen!).
Das Katzengras (nur scharfblättrige Gräser sind wirklich gut geeignet, gekeimtes Getreide ist viel zu weich und hat kaum Effekte) dient nicht der eigentlichen Ernährung, denn verdauen können wir davon nichts. Es ist für die Magen- und Darmreinigung da, besonders dann, wenn wir beim Selbstputzen mit Zunge und Pfoten zuviele eigene Haare verschluckt haben.

 

Gesundheit

Vorbeugung ist alles! Mit einem Tierarzt oder einer Tierärztin, wo Ihr mich bald mal für eine gründliche Erstuntersuchung und zum Kennenlernen und aneinander Gewöhnen vorstellen solltet, müsst Ihr die aktuellen Impfprogramme besprechen. Da gibt es jede Menge Möglichkeiten, um mich vor bösen Bakterien und Viren zu schützen. Schließlich will niemand, dass ich krank werde und ich schon gar nicht! Ob Ihr wirklich alles verabreicht, was es da so gibt, hängt auch davon ab, ob ich bei Euch zum Freigänger werde und/oder z.B. später mal (während Eurer vorübergehenden Abwesenheit) in eine Katzenpension soll, wo man teils wirklich alle Schutzimpfungen verlangt.

Ach ja, ein Entwurmungsplan und Schutz vor Insekten muss auch her. Auch dabei wechseln die aktuellen Gegebenheiten und unser gemeinsamer Vet ist da immer gut informiert über Neuigkeiten und Schutzprogramme samt passender Arzneimittel.

 

Familien-Zusammenführung

Meine neue Umgebung bei Euch habt Ihr hoffentlich schon vor meiner Ankunft einigermaßen "katzensicher" gemacht: wertvolle Gegenstände oder auch ganz generell "Kleinzeug", das ich spielerisch so eben mal verschlucken oder umhauen könnte, müssen genauso vor mir in Sicherheit gebracht worden sein wie Haushalts-Chemikalien.

Und dann heißt es: erst mal ankommen lassen......denn ich hasse Hektik und Stress! Klar will jeder mit mir kuscheln und mich streicheln, das kann ich ja absolut nachvollziehen. Aber dazu werden wir noch Gelegenheit genug haben, denn erst mal möchte ich mich vom Transport erholen. Oder doch lieber gleich mein neues Revier checken? Erst mal orientieren hier und alles untersuchen. Und bei meinen ersten Erkundungstouren will ich bitte nicht gestört werden, weder von kleinen noch von großen Zweibeinern und von anderen Tieren im Haushalt schon mal gleich gar nicht! Ganz langsam und nach und nach will ich dann alle Mitbewohner, die der tierischen und die der menschlichen Art, kennen und lieben lernen.

 

Reinlichkeit und Hygiene

Die Sache mit meinem Katzenklo muss ich Euch etwas genauer erklären:

Wir sind bekanntermaßen sehr reinliche Tiere und unser Geschäft möchten wir nie da verrichten, wo wir Fressen, Trinken oder Schlafen. Draußen würden wir uns einen ruhigen, etwas abgelegenen Platz suchen und unsere Hinterlassenschaften werden immer schön verbuddelt. Die Benutzung des Katzenklos hat uns eigentlich schon unsere Katzenmama beigebracht, aber wo das neue Katzenklo hier im neuen Revier steht, müsst Ihr mir schon zeigen. Spätestens, wenn ich unruhig herumtigere, setzt mich da einfach mal rein. Und auch gern immer gleich nach dem Fressen, das ist bei uns Kitten ein häufiger Zeitpunkt für die "Geschäftchen". Also wählt für die Toiletten-Aufstellung einen festen Standort, wo ich auch etwas Ruhe habe (das kennt Ihr doch auch von Euch, nicht wahr?), stellt das Katzenklo auf eine rutschfeste Unterlage und dorthin, wo Ihr die Umgebung auch leicht sauber halten könnt. Denn klar, beim intensiven Verbuddeln fliegt da schon mal etwas Streu aus dem Klo!

Die festen und flüssigen Hinterlassenschaften (für letztere ist ein Klumpstreu ideal) müssen immer gut mit einer Spezialschaufel entfernt werden. Und da niemand gern eine schon mal benutzte Toilette mit Rest-Hinterlassenschaften benutzt, geht der Trend eindeutig zu einer Zweit-Toilette für Meinesgleichen.

 

Spiel und Beschäftigung

Naturbedingt sind vor allem Jagd- und Beutespiele ganz "mein Ding". Da gibt es ganz prima Bällchen und Kugeln, womit ich mich allein beschäftigen kann. Aber Angeln mit Federn oder ähnlicher "Beute" daran sind echt interaktives Spielzeug, womit wir uns in der Tier-Mensch-Aktion gemeinsam und gegenseitig bespaßen können. Gerne könnt Ihr auch mal was wegsperren und vor mir verstecken (solange es stattdessen was Neues gibt, klar!), um so mehr freue ich mich dann, wenn ein altbekannter Beschäftigungsartikel wieder auftaucht. Der alte, neue Reiz ist dann gleich ein ganz anderer!

 

Kratzen und Aussicht

Ja, meine Krallen muss ich immer schön schärfen dürfen, zeigt mir einfach, wo ich das darf! Eine Auswahl verschiedener Gegenstände zu diesem Zweck wäre echt nicht schlecht! Und ab und zu wird die letzte Hornschicht auf meinen Krallen, nämlich dann, wenn sie alt und verbraucht ist, komplett abgestoßen. Also nicht erschrecken, wenn Ihr etwas findet, das wie eine komplette Kralle von mir aussieht: wenn es innen hohl ist, habe ich mir keine Kralle rausgerissen (also bloß keinen Fehlalarm schlagen!), sondern nur die alte Keratin-Hornschicht komplett abgestreift. Das passiert auch erst, wenn darunter genug neues Krallenhorn nachgewachsen ist.

Ob ich gerne erhöht und/oder versteckt schlafe und ruhe, bekommt Ihr schnell heraus, schließlich habe ich auch da (hoffentlich) die Wahl! Aber eines steht jetzt schon fest: wir Katzen lieben erhöhte Beobachtungs- und Aussichtsplätze, also den wachen Überblick über das Geschehen rundum oder auch - z.B. vom Fenster aus - außerhalb des Wohnungsreviers.

 

Geschützte Klein-Reviere (für Nicht-Freigänger)

Balkon, Loggia oder Terrasse lassen sich mit Katzennetzen ganz einfach katzenausbruchssicher ausstatten und so gestalten, wie ich es mag: ans Kratzen, Krallen schärfen, Ruhen und erhöhte Aussichtsplattformen samt Klettermöglichkeiten denken, dann muss ich kein klassischer Freigänger werden, um bei Euch daheim glücklich zu sein.