Welpenfibel

Ein aufregendes Welpenleben

Bevor Euch der Welpe erzählt, was "Sache ist", hier erst einmal die Einkaufsliste für die dringend notwendige Welpen-Haushalts-Erstausstattung:

  • Mindestens 2, besser 3-4 Näpfe (Reserve, Reinigung!) für Futter und Wasser
  • Halsband/Halsung/Brustgeschirr und Leine
  • Kotbeutel für unterwegs
  • Decke/Kissen/Bett/Liege/Körbchen für einen gemütlichen Schlaf- und Ruheplatz
  • Spielzeug
  • GranataPet Hundekost vom Feinsten (Nassfutter, Trockenfutter, Leckerli)
  • Zeckenzange
  • Krallenzange/Krallenschere
  • Hundehandtücher
  • Kamm/Bürste/Fellpflegeausrüstung inklusive Shampoo/Spülung
  • Sach- und Fachliteratur

Hallo, ich bin ein gerade mal acht Wochen junger kleiner und süßer Welpe (das höre ich jedenfalls ständig). Eben noch bei meiner Mami am Gesäuge (okay, ein wenig von ihrem guten Granata-Futter habe ich schon mitgenascht, immerhin habe ich schon kleine spitze Milchzahn-Beißerchen) und beim wilden Spiel mit meinen Geschwistern, schon bin ich nun bei Dir gelandet. Eine neue Familie, ein neues Rudel, Mensch ist das aufregend! Und während ich mich vom Transport erhole (ja bitte, lass mir ein wenig Ruhe), lasse ich Dich mal eben so an meinen Gedanken teilhaben....

 

Ernährung

Egal ob trocken oder nass, den feinen Geschmack von GranataPet-Produkten habe ich schon mit der Muttermilch eingesaugt. Denn meine Hundemutti hat das auch schon bekommen und ihre Milch schmeckt danach, das ist echt wahr! Und probiert habe ich auch schon davon und nun wünsche ich mir, dass Du dabei bleibst, die Auswahl ist groß und kann immer schön passend für mich zusammengestellt werde.

Dazu wünsche ich mir einen Napf für Wasser (sooooo frisch muss das gar nicht immer sein, ich mags ganz gern leicht "abgestanden" und in Raumtemperatur), einmal am Tag erneuern genügt. Und zwei Näpfe für feste Kost (einer wird benutzt, der andere wird gereinigt. Oder eben einen für Grundfutter und einen für Leckerli), also geeignete standfeste Näpfe kann man eigentlich nie genug haben. Die füllt Ihr mir dann bitte nach Anweisung, idealerweise verteilt Ihr meine Tagesration auf mindestens 3 Portionen, solange ich noch ganz klein bin. Nach ein paar Wochen könnt Ihr schon auf zweimal Füttern am Tag umstellen.

 

Gesundheit

Der kleine Pieks war schon etwas unangenehm, aber die erste Spritze ("Impfung" hat der freundliche Weißkittel gesagt) habe ich tapfer ertragen. Das solls aber nicht gewesen sein.......Je nachdem, welche Impfungen ich schon mitgebracht habe, soll man das gesamte anstehende Vorbeugungsprogramm mal mit einem Tierarzt oder einer Tierärztin durchsprechen. Die Impfprogramme können durchaus mal wechseln oder aus aktuellem Anlass angepasst oder erneuert werden, da gibt es viele Möglichkeiten und manchmal echt sinnvolle Neuheiten! Die Vets sind da immer auf dem Laufenden, schließlich wollt Ihr doch nicht, dass ich böse Krankheiten durch Viren oder Bakterien bekomme. Eine Vorstellung dort in der Praxis mit eingehender Grunduntersuchung macht schon Sinn, schon allein deshalb, dass das für mich zur Selbstverständlichkeit wird! Dabei könnt Ihr dann auch gleich die Themen "Entwurmung" und vielleicht auch "vorbeugenden Insektenschutz" ansprechen. Eine Beratung zum Komplex "Erste Hilfe beim Hund" ist auch eine tolle Sache, unbedingt danach fragen. Und wenn es dazu klasse Zubehör gibt, gleich mit auf die Einkaufsliste setzen!

 

Familien-Zusammenführung

Meine neue Umgebung bei Euch habt Ihr hoffentlich schon vor meiner Ankunft einigermaßen "hundesicher" gemacht: wertvolle Gegenstände oder auch ganz generell "Kleinzeug", das ich spielerisch so eben mal verschlucken könnte, müssen genauso vor mir in Sicherheit gebracht worden sein wie Haushalts-Chemikalien.

Und dann gilt die Devise: erst mal ankommen lassen......denn in der Ruhe liegt die Kraft. Klar will mich jeder knuddeln, das kann ich ja voll verstehen. Aber erst mal möchte ich nach dem Ausruhen vom Transport (oder auch gleich) mein neues Revier in Augenschein nehmen. Da muss ich mich erst mal orientieren und alles untersuchen. Von wegen nur Augenschein, als "Nasentier" wird von mir natürlich Alles auch eingehend beschnuppert. Und bei meiner Erkundungstour will ich erst mal nicht gestört werden, weder von kleinen noch von großen Zweibeinern und von anderen Tieren im Haushalt schon gar nicht! Ganz langsam und nach und nach will ich dann alle Mitbewohner, tierische und menschliche, vorgestellt bekommen.

Als Rudeltier brauche ich schon die Nähe von Artgenossen oder von Dir/Euch als meinem neuen "Ersatzrudel". Schließlich war ich bisher noch nie allein und da können die ersten Nächte schon etwas unruhig werden. Aber keine Angst, das legt sich, Gewöhnung ist alles und ohne sorgfältige Zuwendung zur Eingewöhnung ist alles nix! Beruhigende Worte und ein paar Streicheleinheiten können da Wunder wirken.

 

Spiel und Beschäftigung.....und Erziehung

Mir macht das gar nichts aus, mein kleines oder mein großes "Geschäft" einfach irgendwo zu verrichten, aber Ihr habt das nicht so gern. Also geht es zuerst um "Stubenreinheit" und das muss ich erst mal "lernen". Lernen bedeutet, dass Ihr mir klar macht, was Ihr wollt und mich lobt (positive Bestätigung), wenn ich es kapiert habe. Mit Strafen geht da gar nichts! Als erstes zeigt Ihr mir den Platz, wo ich künftig draußen mein Geschäft machen soll. Am besten gleich nach dem Transport und vor dem Einzug und dann bitte immer, wenn ich aufwache (nach Ruhe oder Schlaf), wenn ich gefressen habe, wenn wir eine ausgiebige Spielphase hinter uns haben und nach einer längeren Fahrt. Wenn wir unterwegs sind, kann das jeder ruhige Platz sein, wo ich und meinesgleichen sich lösen dürfen. Meistens zeige ich Euch ganz gut, wenn ich mich dringend erleichtern muss: ich suche dann mit der Nase am Boden unruhig herum oder drehe mich im Kreis oder "ziehe scheinbar plan- und ziellos umher". Dann rasch zu einem Löseplatz und ich lerne das ganz schnell. Und wenn ich fertig bin, erwarte ich ein großes Lob!

Ein wenig ungezogen bin ich ganz gern, aber ich fürchte, das kann nicht so bleiben. Die Worte "Erziehung", "Grundausbildung" (das klingt anstrengend) und "Welpenkurs" (hurra, denn ich werde gewiss nicht der einzige Welpe in der Schule sein, oder?) habe ich schon von Dir und Deinem Zweibeiner-Rudel vernommen. Alles, was Ihr von mir wollt, will ich gerne mit etwas Positivem verbinden, als Rudeltier folge ich Euch schon ganz gern, wenn liebevoll, dabei konsequent, geduldig und mit Verständnis klar gemacht wird, worum es gehen soll. Und bitte: ein lautes "Nein" oder ein Zischen aus Eurem Mund sind die einzigen Strafen, wenn ich mal etwas anstelle, das Ihr nicht wollt. Am einfachsten lerne ich, wenn die gleichen "Befehle" immer in den gleichen Situationen verwendet werden, aber das ist ja eigentlich völlig logisch. Nur: darüber muss das ganze Menschenrudel sich einig sein, alle müssen "Nein" oder "Aus" oder "Halt" oder sonstwas bei immer den gleichen Gelegenheiten sagen (die Klassiker "Sitz" und "Platz" habe ich schon bei meiner Hunde-Mama erlebt, jetzt erinnere ich mich!), schließlich wollt Ihr mich doch nicht durcheinander bringen.

Zum Spielen brauche ich auch etwas konsequente Anleitung, damit mir die Zuordnung leicht fällt, woran wir z.B. wechselseitig ziehen und zerren oder was ich nur herumkullern, verfolgen oder bringen darf, ich glaube, da müsst Ihr zu den verschiedenen Beschäftigungsmöglichkeiten noch etwas Fachliteratur zu Rate ziehen. Wir Hunde werden nicht nur durch körperliche Anstrengungen erschöpft, sondern man kann und soll uns auch "kopf-müde" machen!