Das solltest Du wissen, bevor Dein Kitten einzieht

Teilen auf 20.03.2019

Ernährung

Für Kitten gilt „all you can eat“ – zumindest in der ersten Zeit. Wann die Futter-Flatrate für Deine Katze beendet ist, hängt davon ab, wann Deine Katze kastriert wird und wie groß sie voraussichtlich wird. Besonders große Rassen (z.B. Norwegische Waldkatzen) sollten nicht zu viel Futter erhalten, da sie sonst zu schnell wachsen und die Gelenke darunter leiden können. 

„All you can eat“ für Kitten bedeutet, dass die kleinen Kätzchen so viel essen dürfen, wie sie können. Damit sie sich dennoch nicht überfressen (und dann ggf. sogar wieder übergeben), solltest Du lieber kleine Portionen füttern und dafür öfter.  

Dazu solltest Du immer einen Napf mit Wasser zur Verfügung stellen, einmal am Tag neu auffüllen genügt. Als Alternative kannst Du auch einen Trinkbrunnen für Katzen verwenden. Wichtig ist bloß, dass die Wasserstelle mindestens zwei Meter entfernt vom Futternapf aufgestellt ist oder sich sogar in einem anderen Raum als die Futternäpfe befindet, denn Katzen möchten nicht gerne dort trinken, wo sie auch fressen. 

Gesundheit

Vorbeugung ist alles! Bringe Dein Kitten für eine gründliche Erstuntersuchung und zum Kennenlernen in die Tierarztpraxis Deines Vertrauens. Dort solltest Du auch die aktuellen Impfprogramme besprechen. Es gibt jede Menge Möglichkeiten, um die Katze vor Bakterien und Viren zu schützen. Auch ein Entwurmungsplan und Schutz vor Insekten sollte bei der Besprechung Thema sein. Welche Vorsorge Deine Katze braucht, hängt auch davon ab, ob die Katze zum Freigänger wird und/oder z.B. später mal (während Deiner vorübergehenden Abwesenheit) in eine Katzenpension soll, wo oft sämtliche Schutzimpfungen verlangt werden. 

Familien-Zusammenführung

Hier gilt: Erst mal ankommen lassen, denn Deine Katze möchte sich vom Transport erholen, sich in der neuen Umgebung orientieren und alles untersuchen. Bei der ersten Erkundungstour solltest Du Deine Katze nicht stören und auch darauf achten, dass andere im Haushalt lebende Tiere zunächst der neuen Katze fernbleiben. Ganz langsam und nach und nach möchte Deine Katze dann alle Mitbewohner, die der tierischen und die der menschlichen Art, kennen lernen.

Reinlichkeit und Hygiene

Katzen sind bekanntermaßen sehr reinliche Tiere und möchten ihr Geschäft nie da verrichten, wo sie Fressen, Trinken oder Schlafen. Draußen würden sie sich einen ruhigen, etwas abgelegenen Platz suchen und ihre Hinterlassenschaften immer schön verbuddeln. Die Benutzung des Katzenklos wird den Kitten im Regelfall schon von der Katzenmutter beigebracht, aber wo das Katzenklo im neuen Revier steht, solltest Du Deinem Kitten auf jeden Fall zeigen. 

Spätestens, wenn Deine Katze unruhig herumtigert, solltest Du sie einfach mal reinsetzen. Und auch gern immer gleich nach dem Fressen. Wähle für das Katzenklo einen festen Standort, wo sie auch etwas Ruhe hat und stell das Katzenklo auf eine rutschfeste Unterlage und dorthin, wo Ihr die Umgebung auch leicht sauber halten könnt. Denn klar, beim intensiven Verbuddeln fliegt da schon mal etwas Streu aus dem Klo!

Die festen und flüssigen Hinterlassenschaften (für letztere ist ein Klumpstreu ideal) müssen immer gut mit einer Schaufel entfernt werden. 

Spiel und Beschäftigung

Naturbedingt sind vor allem Jagd- und Beutespiele für Katzen interessant. Mit Bällen, Kugeln oder Intelligenz-Spielzeugen wie Fummelbrettern kann sich Dein Kitten ganz prima eine Weile alleine beschäftigen. Angeln mit Federn oder ähnlicher "Beute" daran sind interaktives Spielzeug, womit Ihr Euch in der Tier-Mensch-Aktion gemeinsam und gegenseitig bespaßen können.

Um ein Spielzeug für Deine Katze interessant zu halten, kannst Du es immer wieder für eine Weile wegsperren bzw. vor der Katze verstecken (solange es stattdessen etwas Neues gibt). Umso mehr freut sich Deine Katze wenn, wenn ein altbekannter Beschäftigungsartikel wieder auftaucht. Der alte, neue Reiz ist dann gleich ein ganz anderer!

Kratzen und Aussicht

Die Krallen muss Deine Katze immer schon schärfen dürfen. Zeig ihr einfach, an welchen Stellen sie das darf! Eine Auswahl verschiedener Gegenstände zu diesem Zweck ist ideal - vom Kratzbaum über Kratzbretter bis hin zu Kratzspielzeugen. Ab und zu wird die letzte Hornschicht auf den Krallen Deiner Katze komplett abgestoßen -  nämlich dann, wenn sie alt und verbraucht ist. Also nicht erschrecken, wenn Du etwas findest, das wie eine komplette Kralle Deiner Katze aussieht: Wenn es innen hohl ist, hat sie sich keine Kralle heraus gerissen, sondern nur die alte Keratin-Hornschicht komplett abgestreift. Das passiert auch erst, wenn darunter genug neues Krallenhorn nachgewachsen ist.

Ob Deine Katze gerne erhöht und/oder versteckt schläft und ruht, bekommst Du schnell heraus, schließlich hat sie auch da (hoffentlich) die Wahl. Aber eines steht jetzt schon fest: Katzen lieben erhöhte Beobachtungs- und Aussichtsplätze, also den wachen Überblick über das Geschehen rundum oder auch - z.B. vom Fenster aus - außerhalb des Wohnungsreviers.

Geschützte Klein-Reviere (für Nicht-Freigänger)

Balkon, Loggia oder Terrasse lassen sich mit Katzennetzen ganz einfach katzenausbruchssicher ausstatten und so gestalten, wie Katzen es mögen: mit Gelegenheiten zum Kratzen, Krallen schärfen, Ruhen und erhöhten Aussichtsplattformen samt Klettermöglichkeiten.