1. Rasseportrait: Heilige Birma
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Rasseportrait: Heilige Birma

Teilen auf 25.01.2022

Die Muse von Karl Lagerfeld – Choupette – zählt wohl zu den bekanntesten Vertretern der Rasse der Heiligen Birma. Wie der Designer sind auch zahlreiche Deutsche Fans dieser Katzenrasse, welche auch gerne als „Bettkatze“ oder „Bettbesitzer“ bezeichnet wird. Wieso? Die Heilige Birma liebt einfach die Nähe zu ihren Menschen, was sie unter anderem zu einer wundervollen Familienkatze macht. 


Geschichte und Herkunft der Heiligen Birma

Aufgepasst: Leicht zu verwechseln ist aufgrund ihrer Namensähnlichkeit die Birma Katze mit der Burma Katze, bei welcher es sich jedoch um eine ganz andere Rasse handelt! 

„Die Heilige Birma“ – ein imposanter Name, oder? Um die Rasse ranken sich zwei spannende Mythen! In einem Kloster in Myanmar, dessen Mönche der Göttin der Seelenumwandlung dienten, lebte ein Abt mit seinem Kater „Sinh“, der bernsteingelbe Augen sowie ein schneeweißes Fell, mit Ausnahme seiner Nase, Ohren, Schwanz, Pfoten und Füße, hatte. Die dunkle Färbung an diesen Stellen stand für Schmutz und Unreinheit. Als der Abt bei einem Angriff von Feinden starb, ergab sich ein Wunder. Bei einem Sprung vor den Altar der Göttin, stieg die Seele des Abts in den Kater Sinh heinein, und seine Augen wurden dunkelblau, sein Fell goldgelb und seine Pfoten reinweiß. Nach 7 Tagen verstarb der Kater, doch als der Nachfolger des Abtes gewählt wurde, eilten die Tempelkatzen dazu, welche nun alle die blauen Augen und die schneeweißen Pfötchen aufwiesen, und zeigten an, wer der Nachfolger werden sollte. 

Und legenden-technisch geht es noch weiter! Der industrielle Vanderbilt soll im Jahr 1919 ein Katzen-Pärchen aus diesem Tempel mitgenommen haben. Jedoch überlebte der Geschichte nach der Kater die Reise nicht. Doch die Kätzin war bereits trächtig und die Zucht soll mit ihren Nachkommen begonnen haben.

Bei all diesen Geschichten und Unsicherheiten ist jedoch belegt, dass zunächst in Frankreich die gezielte Zucht der Rasse durchgeführt wurde. Verpaart wurden Siam- und Perserkatzen. Die FIFé erkannte die Rasse der Heiligen Birma im Jahr 1964 an.


Lebhaft und Sanft: Das Wesen der Heiligen Birma

Im Wesen der Heiligen Birma stoßen die Lebhaftigkeit der Siamkatze und die Sanftheit der Perser aufeinander! Katzen der Rasse der Heiligen Birma gelten als ausgeglichen und immer gut gelaunt. Sie lieben ihre Menschen und sind sehr anhänglich, was zur Bezeichnung „Bettkatze“ geführt hat. Regelmäßige Streicheleinheiten werden definitiv eingefordert! Dabei möchte die Heilige Birma ihren Haltern auch unbedingt gefallen. Die Rasse ist zudem dafür bekannt, sehr neugierig sowie sogar bis ins hohe Alter verspielt zu sein. Bei ihren Spielen ist sie außerdem auch vorsichtig, weshalb sie eine tolle Spielgefährtin für Kinder ist!


Heilige Birma: Aussehen und Rassemerkmale

Wer kann beim Blick in diese wunderschönen, dunkelblauen Augen noch widerstehen? Umgeben sind sie von einem runden Kopf mit kleinen, leicht abgerundeten Ohren. Der Körper der Birma ist kräftig und steht auf stämmigen, kurzen Beinen. Während die Haare im Gesicht noch eher kurz sind, werden sie zu den Wangen hin länger. Ein mittellanger, buschiger Schwanz zählt zu den typischen Merkmalen. Eine Heilige Birma ist eine sogenannte Point-Katze, d.h. sie nimmt an den kühlen Körperstellen (Gesicht, Ohren, Beine und Schwanz) die Färbung an. Dabei gibt es verschiedene Point-Farben, wie Seal oder Chocolate. Die Füßchen bleiben dabei weiß – es scheint, als ob sie weiße Söckchen tragen würde.  Das Fell weist insgesamt wenig Unterwolle auf. 


Haltung und Pflege der Heiligen Birma – Darauf solltest du achten:

  • Anschaffung: Den richtigen Züchter finden

Wenn Du eine Rassekatze vom Züchter kaufen möchtest, solltest Du Dir auf jeden Fall die Zeit nehmen, eine seriöse Zuchtstätte zu suchen. Dabei solltest Du darauf achten, dass der Züchter in einem Zuchtverein angemeldet ist und die Elterntiere alle nötigen Gesundheitsuntersuchungen haben. Obwohl die Rasse als robust gilt, zählen Anämie, Augen-, Herzkrankheiten und Progressive Retina Atrophie zu den auszuschließenden Erbkrankheiten. Das Mindestabgabealter für Kitten beträgt 13 Wochen, an diese sollte sich ein seriöser Züchter unbedingt halten. Für ein reinrassiges Kitten ist ein Preis um die 700-800 Euro üblich. Dafür ist Dein Kitten bereits an Alltagsgeräusche wie Staubsauger oder Autolärm gewöhnt, bestens sozialisiert und weiß, wie man eine Katzentoilette benutzt. Zusätzlich hat Dein Kitten vor der Abgabe bereits seine erste Impfung sowie einen Mikrochip erhalten.

  • Freigänger oder Wohnungskatze

Die Heilige Birma weist einen mittelmäßig großen Bewegungsdrang auf, weshalb Du sie bei ausreichenden Möglichkeiten zur Auslastung auch gut in der Wohnung halten kannst. Natürlich freut sie sich auch über die Möglichkeit auf Freigang. Da sie sehr zutraulich ist, würde sich hier ein geschützter Ausgang anbieten. Generell ist die Heilige Birma, wie zuvor beschrieben, sehr gesellig, weshalb sie sich einen Katzengefährten an ihre Seite wünscht. 

  • Korrekte Fellpflege

Das glatte Fell der Halblanghaar-Katze ist recht pflegeleicht, da es kaum Unterwolle besitzt. Dennoch ist es empfehlenswert, sie regelmäßig – insbesondere beim Fellwechsel – zu bürsten. Macht das Bürsten gerne zu eurem Wohlfühl-Ritual, was die gemeinsame Bindung fördert!