1. Verdauung bei Katzen: So läuft das also ab!
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Verdauung bei Katzen: So läuft das also ab!

Teilen auf 13.07.2022
Hast Du Dich auch schon einmal gefragt, wie das eigentlich mit der Verdauung bei Deiner Katze abläuft?  Gibt es Unterschiede zur menschlichen Verdauung? Wie erkennt man eine gesunde Verdauung bei einer Katze?
Ja? Dann wünschen wir Dir viel Freude bei der kleinen (schriftlichen ;) ) Reise durch den Verdauungstrakt Deiner Samtpfote!

Zunächst: Katzen sind heute noch wie ihre freilebenden Verwandten reine Fleischfresser (Carnivoren). Dies konnte weder die professionelle Katzenzucht noch der Domestikationsprozess ändern. Ihr Verdauungstrakt entspricht nicht dem eines Menschen, der ein Allesfresser (Omnivore) ist. 

Bei Allesfressern und Fleischfressern unterscheiden sich die einzelnen Darmabschnitte deutlich in Länge und Ausprägung. 

Hier findest Du einmal einen kurzen Vergleich der Darmlänge im Verhältnis zur Körperlänge:
  • Katze: 3:1 (d.h. der Darm ist nur dreimal so lang wie der Katzenkörper)
  • Mensch: 4:1  

Im zu kurzen Dünndarm liegt auch der Grund, weshalb Katzen kein Getreide verwerten können. Ihr Verdauungstrakt ist schlichtweg nicht dafür ausgelegt, Kohlenhydrate zu verdauen.

Bis eine Katze ihr Futter vollständig verdaut hat, können durchaus 24-36 Stunden ins Land ziehen. Ein Grund, weshalb Katzen bis zu 20 kleine Mahlzeiten am Tag zu sich nehmen.

Nun schauen wir uns die einzelnen Verdauungsvorgänge an:

1. Maulhöhle:

Hat die Katze gefressen, landet das Futter zuerst in der Maulhöhle und wird je nach Art des Futters mit ihrem Raubtiergebiss zerkleinert und ohne zu Kauen geschluckt.

Die Zunge der Katze hat eine besondere Eigenschaft: Sie tastet das gefressene Futter auf kleine Fremdkörper ab, um diese nicht mit zu fressen. Außerdem ist sie dafür zuständig, die verschiedenen Geschmacksrichtungen wahrzunehmen. Dazu zählen sauer, salzig, bitter und fleischig. Süß hingegen können unsere Samtpfoten nicht schmecken. Im Allgemein besitzen Katzen nur etwa 450 Geschmacksknospen. Dies entspricht in etwa einem Zwanzigstel der Menge, die der Mensch besitzt. (Übrigens: Mehr zum Multitalent Zunge findest Du in diesem Magazinartikel)

2. Speiseröhre:

Nach der Maulhöhle wird das Futter über die Speiseröhre in den Magen befördert. Hier wird lediglich der Nahrungsbrei für den Weitertransport in den Dünndarm vorbereitet und Proteine werden zerlegt.

3. Dünndarm:

In der dritten Station, dem Dünndarm selbst, findet überwiegend die Aufspaltung und Resorption (Aufnahme) der Nährstoffe statt, um diese dann zu den Venen zu bringen und an die Leber zu transportieren.

Im Dünndarm wird zwischen aktiver und passiver Nährstoffaufnahme unterschieden. Während beispielsweise Wasser passiv von der Darmschleimhaut aufgenommen wird, werden Nährstoffe aktiv unter Energieaufwand resorbiert.

4. Hüftdarm:

Die Schnittstelle zwischen Dick- und Dünndarm ist der Hüftdarm. Dieser nimmt im Verdauungsprozess keine elementare Rolle ein. Er ist aber dafür zuständig, die Gallensäure zu resorbieren und ist in der Immunabwehr von großer Wichtigkeit. Denn hier sitzt das darmassoziierte Immunsystem, das Katzen vor Infekten schützt. Wird eine Katze aber z.B. falsch ernährt, kann dies zu dauerhaften Schädigungen führen und damit Allergien auslösen.

5. Dickdarm:

Als letzten Verdauungsabschnitt haben wir den Dickdarm. Hier wird der Nahrungsbrei entwässert und letztendlich zu Kot geformt.



Was sagt der Kot über den Gesundheitszustand meiner Katze aus?

Kannst Du am Kot erkennen, ob der Verdauungsprozess Deiner Samtpfote reibungslos funktioniert?
Wie Du oben lesen konntest, dauert die Verdauung bei einer gesunden Katze 24-36 Stunden, daher sollte sie auch mindestens einmal am Tag Kot absetzen. Dabei ist es wichtig, dass Du auch regelmäßig auf die Konsistenz und Farbe des Kotes achtest, um gegebenenfalls frühzeitig gesundheitliche Probleme zu erkennen. Normalerweise ist der Kot einer Katze braun und von fester, aber nicht zu harter Konsistenz. Bei anhaltender Abweichung ist es wichtig, den Tierarzt aufzusuchen.




Headerbild:@mazikeen_kate